Dalits - alles was Recht ist

Nach Artikel 17 des indischen Gesetzes sind „Unberührbarkeit“ und jede Form von Diskriminierung seit 1950 abgeschafft und ihre Praktizierung verboten. Es gibt zahlreiche Gesetze zum Schutz von Dalits, die sie vor Diskriminierung und Ausbeutung schützen sollen. Darüber hinaus gibt es staatliche Programme, um die ökonomische Situation von Dalits zu verbessern.

Doch in vielen Teilen der Bevölkerung ist das Kasten-Denken tief verwurzelt. Selbst einige Behörden setzen die Gesetze nicht um. Deshalb ist nach Übergriffen, Beschimpfungen, sexueller Belästigung oder sogar nach Gruppenvergewaltigung, Zwangsarbeit, gewalttätigen Gräueltaten und alltäglicher Diskriminierung oftmals für die Opfer kaum mit Hilfe und Unterstützung durch die Polizei zu rechnen.

Doch wer tut das? Viele Inderinnen und Inder diskriminieren bewusst oder unbewusst jene Menschen, die traditionell als unterhalb ihrer eigenen Kaste stehend betrachtet werden. Gründe dafür sind vielschichtig (Religion, Missgunst, Tradition). Doch nicht alle Inderinnen und Inder denken so. Viele halten das Kastensystem für überholt und sind der Meinung, dass die Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen ein Hemmnis für Fortschritt und Entwicklung in Indien darstellt.

Indien: Dalits beschweren sich bei einem Beamten, weil sie nach einer Überschwemmung keine Nothilfe erhalten.
Foto ©: Jakob Carlsen/IDSN